„Heute wird laut gedacht und: Alles geht!“ Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zur Zukunftswerkstatt

Wenn Schulleiter Christoph Deußen an einem Samstag Lehrer, Eltern, Schüler und Vertreter der evangelischen Kirche zu einer Tagesveranstaltung in der Aula begrüßt, muss es sich ganz klar um einen besonderen Termin handeln: Die Auftaktveranstaltung zur „Zukunftswerkstatt“. Unter dem Motto „Alles geht!“ wurde laut gedacht, wurden gemeinsam Ideen gesammelt, Projekte angestoßen und die Weichen für die Zukunft des TFG gestellt.
„Wie soll die Schule künftig aussehen? Was ist uns wichtig? Was muss neu entwickelt werden und auf was kann man verzichten?“ Das waren die zentralen Fragen, die Deußen stellte. Er lud ein, sich auf die gemeinsame Suche nach Antworten zu begeben – eine große Chance für alle Beteiligten, das Schulleben aktiv mitzugestalten. „Dadurch wollen wir einen Prozess anstoßen, in dessen Verlauf an der Umsetzung der Vorschläge und Ideen gearbeitet wird.“ Im Vorfeld hatte ein kleines Vorbereitungsteam aus Eltern-, Schülervertretern und Lehrern acht Themenbereiche festgelegt, mit denen man sich je nach Interesse in Gesprächsrunden befassen konnte: Orte/Räume/Atmosphäre, Lernstrukturen, Kommunikation, Schulseelsorge, Integration, Ökologie, globale Schule und Digitalisierung. Bevor sich die einzelnen Gruppen zur Diskussion auf die Klassenzimmer verteilten, gab es noch die Möglichkeit, Kritik zu äußern, die in einer eigens bereitgestellten „Glasmeckervase“ gesammelt wurde – dann ging´s los: Über Stunden wurde intensiv an der TFG-Zukunft „gebastelt“. Am Nachmittag stellten die einzelnen Gruppen der „Zukunftswerkstatt“ dann Vorschläge und Anregungen in der Aula vor.
– So befassten sich die Teilnehmer des Themas „Orte“ neben dem Problem Pavillon unter anderem auch mit einem Bereich des Hauptgebäudes: hier gab es die kreative Überlegung, eine „Oberstufen-Lounge“ zu schaffen, indem man eine der Terrassen überdacht.
– Die Gesprächsrunde „Lernstrukturen“ wünschte sich eine Verbindung der „My-TFG-App“ mit moodle, eine bessere Vorbereitung der Kinder auf digitale Anforderungen wie zum Beispiel „Powerpoint“ und befasste sich mit damit wie man am besten Lernen lerne.
– Das Team „Kommunikation“ betonte die Bedeutung der direkten Gesprächsmöglichkeiten und erinnerte, wie wichtig dafür Klassenfahrten, Pausen und Ruhe im Schulalltag seien. Als sinnvoll wurde auch die Einrichtung einer Projektgruppe angesehen, die für die interne und externe Kommunikation verantwortlich sei. Angedacht wurde ebenfalls ein eigener TFG-Instagram-Account.
– Die Gruppe „Schulseelsorge“ erörterte, wie man die Vielfalt an Gottesdiensten und Andachten sowie Beratungsangebote erweitern könne und plädierte dafür, einen „Raum der Stille“ zu schaffen.
– Aus dem Gesprächskreis „Integration“ kam die Anregung, ausländische und einheimische Schüler in Fächern wie Kunst oder Sport, die weniger fachspezifischen Deutschkenntnisse voraussetzen, stärker zu mischen und zu gemeinsamen Projekten und Mahlzeiten einzuladen.
– Sehr konkrete Vorschläge kamen auch aus dem Team „Nachhaltigkeit“: Man solle dahin kommen, dass möglichst viele mit dem Rad oder ÖPNV zur Schule kommen – dafür brauche es neue Fahrradständer und eventuell ein verpflichtendes Schulticket. Zudem müsse das ökologische Bewusstsein durch AG´S und Lehrerfortbildungen weiterentwickelt werden. Schließlich wurde empfohlen, sich für „Grünes Bauen“ und eine Photovoltaik-Anlage einzusetzen.
– Die Teilnehmer des Themas „globale Schule“ stellten die Bedeutung der persönlichen Begegnung zwischen den Religionen und Nationen heraus. Sie plädierten für den Ausbau von Austausch-Programmen zum Beispiel mit Polen und Frankreich („Weimarer Dreieck“) und schlugen die Einrichtung einer Weltethos-AG vor.
– Die Gruppe „Digitalisierung“ sprach sich dafür aus, dass bis spätestens 2024 in der Breite geeignete Hard- und Software sowie ein Konzept zu deren Einsatz zur Verfügung stehen müsse. Ob moodle dauerhaft die richtige Plattform sei, darüber gab es unterschiedliche Ansichten. Wünschenswert seien digitale Lehrer- und Schülerfortbildungen und ein durchaus gegenseitiges Voneinander-Lernen.
Schulleiter Christoph Deußen zog am Ende eine überaus positive Bilanz: „Das Motto „Alles geht!“ ist durch die vielen kreativen Vorschläge wirklich gut umgesetzt worden.“ Erkennbar sei, dass es bei den Teilnehmern viele übereinstimmende Wünsche gebe. Die Kritikpunkte aus der „Glasmeckervase“, die in der Zwischenzeit durch Ursula Habedank, Vorsitzende des Fördervereins, ausgewertet worden waren, hätten sich in den Vorschlägen widergespiegelt und seien so automatisch auf der „To-Do-Liste“ gelandet. Eine Steuergruppe aus Eltern, Schülern und Lehrern werde sich nun mit der Umsetzung der Ideen befassen und per E-Mail über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. Für die gute Atmosphäre der gelungenen Zukunftswerkstatt, die übrigens unter penibler Einhaltung der G3-Regeln abgehalten wurde, hatten nicht zuletzt auch Schulsprecherin Frieda Meckel und Mitschülerinnen aus der Q2 gesorgt, die den ganzen Tag über alle Teilnehmer mit Kaffee, Kuchen und Chili con Carne bewirteten.

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